Piers Goffart, Illustrator

Ausgebildeter Illustrator, tätig seit 2010, zeichnet live und auch in der Virtual Reality

Piers Goffart Illustrator Profilbild

Illustrator zu sein bedeutet für mich, Welten zu erschaffen, auf Papier, am Computer oder auch in der Virtual Reality. Die professionellen Abläufe kenne ich aus mehrjähriger Agenturtätigkeit genauso wie aus meiner Praxis als selbständiger Illustrator. Mehr über mich erfahren Sie im Interview.

Referenzen

Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe, HSBA Hamburg School of Business Administration, Agrar Koordination, Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein, Hamburgische Investitions- und Förderbank, Expo Meissner, Jobcenter Stade, Draeger AG, Q8, Sozialdienst katholischer Frauen...

Arbeitsbeispiele

Zum Vergrößern bitte auf ein Bild klicken.

Schreiben Sie mir

Auf ein Wort

10 persönliche Fragen an den Illustrator Piers Goffart


Wann wusstest du, dass du Illustrator sein willst? Wie kam es dazu?

Die Fernsehserie Dragonball hat mich im Alter von 13-14 sehr gefesselt. Ich erfuhr, dass es sich bei dem Manga um das eigentliche Original handelt und holte mir einen Band. Der lockere Stil und die unkonventionell geschmeidige Lesbarkeit des Manga zog mich in den Bann. Ich hatte das Gefühl mir einen spannenden Film anzuschauen.

Daraufhin muss ich mir so was gedacht haben wie: "Was? Der Typ kreiert ein ganzes Universum einfach nur mit diesen simplen Tuschezeichnungen? Er verwendet total wenig Text und muss das Ganze noch nicht mal anmalen?! Das mach ich jetzt auch!!

Ab dem Tag habe ich meinen bisherigen Werdegang als Programmierer an den Nagel gehangen und war nur noch am Zeichnen.

Welche eine Sache hättest du gerne schon beim Start in den Beruf als Illustrator(in) gewusst?

Ich denke es gibt viele Sachen die ich früher nicht wusste, und ich lerne immer noch viel dazu. Das gehört einfach zum Entstehungsprozess des Illustratoren-Daseins. Ich fand es immer hilfreich mich einfach ins kalte Wasser zu schmeißen, anstatt zu vorsichtig zu sein. So gewinnt man am schnellsten Erfahrung.


Ich fand es immer hilfreich, mich einfach ins kalte Wasser zu schmeißen, anstatt zu vorsichtig zu sein.


Was wärst du, wenn du nicht Illustrator wärst?

Ich wollte vor meinen Werdegang als Zeichner/Illustrator Programmierer werden. Ich fand und finde diesen Beruf immer noch genauso einen spannenden kreativen Beruf wie der des Illustrators.

Gibt es eine Illustration von dir, die die Welt verändert hat? (Ein Bild das viral ging, oder auch ein großer Aha-Moment im privaten Bereich?)

Ich hatte mal ein wortlosen 6 Panel Gag-Comic gezeichnet, der auf der Plattform Tumblr mit über 15.000 Likes viral ging. Da habe ich dann zum ersten mal gemerkt, dass ich Inhalte zeichnen kann, die einen universellen Anklang finden können.

Nach Astronauten haben Illustratoren den einsamsten Beruf. Wie gehst du damit um?

Ich würde nicht unbedingt sagen, dass es einer der einsamsten Berufe ist. Ich denke jeder Freelancer-Beruf der von Zuhause ausgeführt wird, kann einsam sein. Man kann sich z.B. ein Atelier mieten und dann Kollegen um sich rum haben, mit denen man sich austauschen kann. Als Illustrator kann man aber auch als Festangestellter in einer Firma arbeiten und in einem großen Team mitwirken. 

Gibt es jemanden, der dir die Illustration oder den Beruf des Illustrators betreffend besonders viel geholfen oder beigebracht hat?

In meinen vielen Jahren in der Design-Agentur habe ich als Illustrator viel an handwerklicher Erfahrung dazu gewonnen. Auch in meinen Anfangszeiten als Freelancer hat mir mein Kollege Jonas Kramer sehr viel zur Selbstständigkeit vermitteln können.


​In Sachen visueller Veranschaulichung und dem verständlich machen von Sachverhalten ist es schon einer der wichtigsten Berufe, und das wird wahrscheinlich auch so bleiben.


Gibt es Illustratoren, die für dich ein Vorbild sind? (Wenn ja, warum gerade diese. Wenn nein, wie verbesserst du dich, wie lernst du dazu?

Ich schaue mir in den letzten Jahren viele Zeichner an, die einen sehr reduzierten Stil haben. Das liegt daran, dass ich selber immer mehr Spaß am Zeichnen habe, je simpler und schneller mein Stil ist. Denn je schneller ich bin, desto mehr Dinge kann ich in kürzester veranschaulichen oder Geschichten mit meinen Zeichnungen erzählen.

Würdest du auch noch als Illustrator arbeiten, wenn du eine Million auf dem Konto hättest?

Meine Berufswahl war natürlich nicht vom Geld abhängig. Schliesslich gibt es viele andere Berufe, mit denen viel leichter ein höheres Einkommen erzielt werden kann. Ich habe schon Illustriert, bevor ich überhaupt damit meinen Lebensunterhalt verdient habe. Also würde ich die Frage mit Ja beantworten.

Hast du mal jemanden mit einer Illustration wirklich verzaubert?

Wenn ich meinen Beruf als Graphic Recorder ausübe, und auf der Bühne live zeichne, habe ich das Gefühl, dass die Leute am Ende immer sehr fasziniert die Zeichnungen anschauen und meistens auch positives Feedback hinterlassen. Ich glaube das kommt dadurch, weil die oft etwas trockenen Inhalte vom jeweiligen Event durch Illustrationen visuell aufgelockert werden und sich besser sofort ins Gehirn einprägen. Ich denke genau dieser Aha-Moment löst diese „Verzauberung“ aus.

Im Jahr 2030 ist Illustrator einer der wichtigsten Berufe der Welt. Warum?

Ich weiß nicht, ob es generell einer der wichtigsten Berufe der Welt sein wird. In Sachen visueller Veranschaulichung und dem verständlich machen von Sachverhalten ist es schon einer der wichtigsten Berufe, und das wird wahrscheinlich auch so bleiben. 

Du kannst ein Jahr lang bezahlt an einem Illustrations-Projekt arbeiten? Welches wählst du?

Ein Comic, ein Indiegame oder ein Animationsfilm. Ich hätte Schwierigkeiten mich zu entscheiden, weil meine Interessen sehr vielseitig sind. Vielleicht würde ich eine Münze werfen oder danach gehen was am meisten Sinn für meine Zukunft macht.

​Illustration ist Veranschaulichen, Welten erschaffen, Geschichten erzählen und Kunst.

Piers Goffart, Illustrator