Marie Sann, Illustratorin

Seit 2009 als Illustratorin tätig. Wohnt in Berlin. 

Marie Sann, Illustratorin aus Berlin, Profilbild

Mein Hobby ist mein Beruf und ich bin bei jedem Projekt mit Herzblut bei der Sache. Meine Kunden reichen von Privatkunden mit Einzelaufträgen über große Firmen mit regelmäßigen umfangreichen Projekten. Ich mag Abwechslung und Herausforderungen und bin sehr flexibel in Stilen und Techniken. Mein Spezialgebiet sind Charaktere. Mehr über mich erfahren Sie im Interview.

Referenzen

Huawei, Ferrero, Wooga, Universal Music, Herlitz, Egmont Ehapa, Random House, Depesche, Buddy Bear Berlin, Volkswagen und viele mehr...

Arbeitsbeispiele

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Auf ein Wort

10 persönliche Fragen an die Illustratorin Marie Sann


Wann wusstest du, dass du Illustratorin sein willst? Wie kam es dazu?

Ich habe schon seit ich einen Stift halten kann ununterbrochen gezeichnet. Mit Stift und Papier habe ich meine eigenen kleinen Traumwelten kreiert egal wo ich war.

Das ist das Tolle am Zeichnen – es ist so wirkungsvoll und kann überall praktiziert werden, denn viel Material braucht man nicht.

Meine Familie hat früh meine Begeisterung und das Talent erkannt, und mich stets unterstützt. Es war schnell klar, dass Zeichnen nicht nur ein schöner Zeitvertreib war, sondern meine absolute Leidenschaft.

Durch das große Interesse am Kreieren, das mich automatisch innerlich antrieb (und immer noch antreibt), lernte und lerne ich immer wieder neue Techniken, Stile und probiere viele Dinge aus.

Es ist unheimlich aufregend und ich freue mich auf alles, was noch kommt!

Welche eine Sache hättest du gerne schon beim Start in den Beruf als Illustratorin gewusst?

Für mich war es anfangs schwierig, zu lernen, für meine Zeichnungen Geld zu nehmen.

Wenn man das Zeichnen schon immer täglich voller Freude tat, seitdem man ein kleines Kind ist, und dann plötzlich als junger Erwachsener dasteht und Geld verdienen muss, muss man umdenken. Und das fiel mir anfangs sehr schwer. 

Meine Werke mit einem bestimmten Preis zu beziffern war ungewohnt und fühlte sich anfangs sogar falsch an, da das Zeichnen ja auch mein Hobby und meine Erfüllung war.

Aber ich lernte, auch den beruflichen Wert meiner Illustrationen einzuschätzen und nun gibt es hier zum Glück keine Bauchschmerzen mehr.


​Meine Werke mit einem bestimmten Preis zu beziffern war ungewohnt und fühlte sich anfangs sogar falsch an.


Was wärst du, wenn du nicht Illustratorin wärst?

Wenn du oben gelesen hast, was das Zeichnen für eine Rolle in meinem Leben spielt, kannst du dir sicher denken, dass ich mir ein Leben ohne das Zeichnen gar nicht vorstellen kann...

Ich will es trotzdem versuchen: Ich würde auf jeden Fall etwas anderes Kreatives tun. Ich denke, ich hätte meine Erfüllung in der Musik oder dem Tanz gefunden.

Gibt es eine Illustration von dir, die die Welt verändert hat? (Ein Bild das viral ging, oder auch ein großer Aha-Moment im privaten Bereich?)

Hihi. Nein. Meine Bilder haben nicht die ganze Welt verändert. Das ist auch nicht mein Ziel.

Ich freue mich aber, sagen zu können, dass die allermeisten Zeichnungen, die ich für die unterschiedlichsten Personen auf Wunsch anfertige, deren ganz persönliche Welt bereichern.

Nach Astronauten haben Illustratoren den einsamsten Beruf. Wie gehst du damit um?

Oh das habe ich so noch nicht gehört – kann ich aber gut nachvollziehen. Ich arbeite allein zu Hause, organisiere mir aber bewusst täglich ein Treffen mit einem Freund zum Mittag- oder Abendessen oder zum gemeinsamen Kraftsport.

Diese Interaktionen sind unheimlich wichtig für mein Wohlbefinden. Ohne sozialen Austausch würde mir schnell etwas fehlen, denn auch das ist immer Inspiration und Freude.

Andererseits bin ich auch nie ganz allein beim Zeichnen – ich habe einerseits meinen Hund, der schnarchend zu meinen Füßen liegt und ab und zu auch mal Gassi geführt und geflauscht werden möchte.

Und andererseits bin ich meist beim Kreieren der Charaktere und Welten für meine Projekte gedanklich so bei diesen Figuren, dass ich mich währenddessen nicht einsam fühle.

Gibt es jemanden, der dir die Illustration oder den Beruf des Illustrators betreffend besonders viel geholfen oder beigebracht hat?

Ja, es gab ein paar Menschen, die mich während meines Lebens besonders unterstützt und sehr positiv in meiner Lernkurve beeinflusst haben.

Für eine konstante seelische (und zeitweise auch finanzielle) Unterstützung sorgten immer meine Eltern. Sie haben mir erlaubt, das zu leben, was mir ein wichtiges Bedürfnis war und stehen mir auch jetzt in Allem zur Seite.

Darüber hinaus gab es bestimmte Lehrer in der Schule oder in Zeichenkursen, die mich besonders gepusht haben. Meine Oma (die Malerin ist) hat mich als Kind auch viel unterstützt und mein Comiczeichner Kollege Guido Neukamm hat mir besonders als Jugendliche viel beigebracht (zeichnerische Techniken, aber auch die Kraft, an mich und meine Kunst in Momenten zu glauben, in denen es nicht immer leicht ist).


Berlin ist sehr lebendig, und dadurch fühlt man sich selbst auch sehr lebendig.


Gibt es Illustratoren, die für dich ein Vorbild sind? (Wenn ja, warum gerade diese. Wenn nein, wie verbesserst du dich, wie lernst du dazu?

Es gibt für mich keinen bestimmten Illustrator, den ich besonders stark verehre.

Ich bin eher allgemein begeistert von der Schaffenskraft und der Vielfältigkeit auf dieser Welt, dass ich mich immer gern ganz allgemein durch das, was mir gerade vor die Nase kommt, inspirieren lasse. 

Und diese Inspirationen fließen dann sicher auch in meine Arbeiten. Mal ganz bewusst, mal unbewusst. Um neue Techniken zu lernen, mache ich Online-Kurse oder tausche mich mit Kollegen aus.

Würdest du auch noch als Illustratorin arbeiten, wenn du eine Million auf dem Konto hättest?

Ohne jeden Zweifel, ja! 

Warum ist Berlin eine großartige Stadt für Illustratoren?

In Berlin kann man als Kreativer günstig leben und findet leicht Gleichgesinnte aus der Szene. Es gibt eine große Künstlerszene hier und viele Orte, die bunt und inspirierend sind.

Wenn man vor die Tür geht, gibt es immer irgendein Event, auf dem man sich treiben lassen kann – egal zu welcher Zeit. 

Die Stadt ist sehr lebendig und dadurch fühlt man sich selbst auch sehr lebendig. Außerdem ist Berlin unheimlich vielseitig. Wenn man den Bezirk wechselt, fühlt es sich oft gleich wie ein Stadtwechsel an, da jeder so unterschiedlich im Flair, Look und in den Einwohnern ist.

Welche Bildmotive in Berlin reizen dich als Illustratorin am meisten?

Berlin regt mich nicht zum Zeichnen der Stadt selbst an. Dafür lebe ich, glaube ich, auch schon zu lange hier (ich bin hier geboren und habe bisher noch nie woanders gelebt). Es gibt also für mich nicht mehr viele neue Reize.

Berlin hat definitiv seinen Charme und es gibt eine kreative, vibrierende Energie und angenehme Offenheit an vielen Orten, die das Leben hier sehr angenehm für Künstler machen. Zu Bildmotiven selbst inspirieren mich jedoch eher andere Städte wie Amsterdam oder Venedig.

Du kannst ein Jahr lang bezahlt an einem Illustrations-Projekt arbeiten? Welches wählst du?

Das wäre wohl entweder ein fantasiereiches Projekt für Kinder, für das ich Welten und Figuren kreieren kann, die frech, bunt und zauberhaft sind. Oder ein Projekt zum Schutz von Tieren, denn ich bin ein großer Tierfreund und besonders Hunde erobern mein Herz im Nu.

Illustration Zeichnen ist meine Leidenschaft und innerer Antrieb.

Marie Sann, Illustratorin